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Höhe: 235 Meter über dem Meeresspiegel, Einwohner: ungefähr 5000.
Ursprünglich war Paglieta ein nach den Kriegen (90-88 v.Chr.) von den Sarazenen errichtetes Schloss namens Castrum Palletae. Aus den archeologischen Funden – Inschriften und Münzen – lässt sich folgern, dass das ganze Gebiet der Abruzzen erst von den Etruskern und später von den Frentanen besiedelt wurde. Die letzteren bildeten eine samnitiche Kolonie, die Samnio verließ auf der Suche nach neuem Boden. So berichten die lateinischen Historiker und Dichter Livius, Florius, und Plinius.
Castrum Palletae wurde aus Verteidigungsgründen auf dem Hügel am rechten Ufer des Sangro-Flusses errichtet. Zunächst war das nur ein befestigter Ort ummauert von polygonalen Mauern, die zum Schutz von bewaffneten Garnisonen dienten.
Über die Jahrhunderte kam es unter die Herrschaft der Normannen, der Hohenstaufen, der Anjou und der Aragonesen. Es nimmt seinen Namen vom Wort Palea (=Stroh), wegen dem in der Gegend sehr verbreiteten Getreideanbau; Pallata heißt “großer Strohhaufen”. Der Name bezieht sich wohl auch auf die Häuser aus Klei und Stroh, deren Dächer ebenfalls lediglich aus Stroh bestanden. Noch heute ist auf dem heutigen Wappen Paglieta eine Getreidegarbe zu sehen. Pallata wurde 1312 von Robert von Anjou an die Stadt Lanciano verkauft, unter deren Herrschaft es bis 1530 blieb. 1087 wurde Paglieta erstmals in einer Urkunde gennant, und zwar bei der vom Bischoff von Chieti verfügten Übergabe an das Kloster bei San Giovanni in Venere von sieben Schlössern, darunter auch Paglieta.
Aus diesem Dorf stammt die Familie von Giuseppe Di Matteo, dem Besitzer der Anlage “La Vigna Di Ranco”. Familie Di Matteo ist eine alte Familie aus dem Dorf, ihrer ist ein patronymischer Familienname. In einer Urkunde aus 1664 ist de Mattheis und in einer anderen aus 1668 de Matteo
zu lesen.
Aus der ursprünglichen Familie entstanden viele Zweige; die vier Hauptzweige sind unter ihren Spitznamen bekannt: Barrettone (=große Mütze, aus ¨berretto¨, Mütze), Ferrari, Polisiello, Scuzzone. Die Barrettonis (die Urväter von Giuseppe Di Matteo) sowie die anderen Di Matteos wohnten in C.da Ranco (heute zu Tage als Bartoni bekannt). Durch das Gemeindearchiv kann man über ungefähr zehn Generationen auf 1692 zurückgehen. In erster Hälfte des 19.en Jahrhunderts wurde Di Matteo Vincenzo (1806) aus Familie Bartoni zum öffentlichen Kassenführer ernnant. Di Matteo Vincenzo war eine herausragende Persönlichkeit, er war unter anderem Unteroffizier der neapolitanischen Armee. Er bildete eine Gruppe von Bauern bei der Waffenanwendung aus, die damit zur Stadtgarde des Dorfs wurde. Dieser Trupp erwies die militärischen Ehren dem König Ferdinand II de Bourbon, als dieser 1847 an Bord des Flussbootes Torino di Sangro vorbeifuhr.
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